Ev.-Luth Apostelkirchengemeinde Sutthausen/Holzhausen

 

 

Über Uns

Die Kirchengemeinde

Portal der Apostelkirche in SutthausenMit dem Verlust der Ostgebiete nach dem verlorenen 2. Weltkrieg 1945 siedelten viele evangelische Familien auch in den vornehmlich katholischen Orten Sutthausen, Holzhausen und Hagen an. Die Männer fanden Arbeit in der Georgsmarienhütte. In Sutthausen und Holzhausen wurden ihnen günstige Wohnungen und Bauland angeboten. So lag zunächst die Orientierung der Gläubigen zur Lutherkirche in Althütte nahe. Doch die Wege waren weit, für Alte und Kinderbeschwerlich und die Bahnverbindung ungünstig.

Es kam zu der Entscheidung, aus den Ortschaften Sutthausen, Holzhausen und Hagen eine Tochtergemeinde der Lutherkirchengemeinde zu bilden. Ihr erster Seelsorger war Pastor Pape. Die Landeskirche gab den Weg zum Bau einer eigenen Kirche frei. Am 30. August 1953 wurde die Ev.-luth. Diasporakapelle Georgsmarienhütte-Sutthausen, wie die Kirche damals im Einweihungsprogramm genannt wurde, von dem damaligen Landesbischof Dr. Hanns Lilje geweiht.

Ein Jahr später, 1954, wurde die Gemeinde zur selbständigen Kirchengemeinde Sutthausen erhoben und ihre Kirche bekam den Namen Apostelkirche.

Von 1955 bis 1988 war Pastor Rink Pfarrer der Gemeinde. In seine Amtszeit fiel die Gebietsreform 1972. Damals wurde die politische Gemeinde Holzhausen geteilt. Sutthausen ist seither ein Stadtteil von Osnabrück und Holzhausen ein Teil von Georgsmarienhütte. Die evangelische Kirchengemeinde aber blieb verbunden und ihrem Mutterkirchenkreis Georgsmarienhütte treu. Hagen schloss sich mit den evangelischen Christen in Natrup zusammen.

Pastor Dreyer war von 1989 bis 1999 Pfarrstelleninhaber, und Pastor Krumwiede von 2000 bis 2005.

Seit 2004 ist Pastorin Helga Krumwiede Seelsorgerin der Apostelgemeinde Sutthausen / Holzhausen.

Die Kirche

Die Kirchenfront ist aus gelbem Westerberger Muschelbruchstein gemauert, die Seitenwände sind weiß verputzt. Die Fenster wurden aus bleigefasstem Antikglas gefertigt. Das Kirchenschiff ist schlicht und hell gehalten. Die Bänke, von einem Mittelgang unterteilt, bieten 120 Besuchern bequem Platz. Altar und Kanzel sind aus hellem Holz von einem ansässigen Handwerksbetrieb gearbeitet. Eine Besonderheit ist das handgeschmiedete Taufbecken. Es wurde der Kirchengemeinde von einem Gemeindeglied geschenkt. Vier aus Bandeisen geschmiedete Engel tragen einen Reifen, in dessen Mitte das aus Kupfer getriebene Taufbecken liegt. Darüber formt sich eine aus vier eisernen Bändern symbolisch dargestellte Halbkugel, gekrönt von einer schwebenden Taube.

Wendet man den Blick vom Altarraum zurück in das Kirchenschiff, so fällt ein besonders schön buntverglastes Rundfenster über der Orgelempore auf. Die Mitte der Fensterrosette zeigt das volle Rund des Erdballs. Durch ein helles, gleicharmiges Kreuz, das in der Mitte die Krone der göttlichen Herrlichkeit zeigt, ist das Rund ausgefüllt. Von ihm gehen breite, spitz zulaufende Lichtstrahlen aus, zwölf an der Zahl. Sie symbolisieren die zwölf Apostel, nach denen die Kirche genannt wurde. Zwischen den Spitzen der Strahlen sind die Embleme der Apostel zu erkennen.

Der etwas abseits der Kirche stehende Glockenturm war zunächst noch aus Holz gebaut, eigentlich nur ein Glockenstuhl. 1959 wich das Holzgestell einem Turm aus Stein. Seit 1978 hängen hier zwei für die Apostelkirche neu gegossene Glocken aus der Glockengießerei Karlsruhe. Die große Glocke, die Christusglocke, hat einen Durchmesser von 93,5 cm und wiegt 440 kg. Die kleine Glocke, auch Taufglocke, ist 280 kg schwer und hat einen Durchmesser von 78,5 cm.

Die Inschrift der großen Glocke lautet: + ICH BIN DER WEG, DIE WAHRHEIT UND DAS LEBEN + Sie trägt als Symbol das Apostelkreuz: ein großes Kreuz mit je drei kleinen Kreuzen zwischen den Balken: die 12 Apostel, die sich um ihren Herrn scharen.

Die kleine Glocke trägt die Inschrift: +CHRISTUS SPRICHT: ICH BIN BEI EUCH ALLE TAGE + und ist mit dem alten Taufsymbol Kreuz, Wasserwellen und Fisch versehen.

Kirche und Geld

In den Diskussionen zum Thema Kirche und Geld sind in den Medien z.T. falsche Informationen über die evangelische Kirche verbreitet worden. Einige Eckpunkte für die Evangelisch-lutherische Landeskirche: Unser Bischof bekommt sein Gehalt nicht vom Staat, respektive Land Niedersachsen. Erst recht nicht unsere Pastorinnen und Pastoren, wie eine Überschrift in einer hannoverschen Tageszeitung nahe gelegt hat ("Pastorengehalt nicht mehr vom Staat?").

Richtig ist, dass es eine staatliche Unterstützung für die landeskirchliche Pfarrbesoldung gibt: Nach dem Loccumer Vertrag sind die im Grundgesetz verankerten Staatsleistungen vor allem für die Besoldung der Pastorinnen und Pastoren zu verwenden. Dabei sind sie nicht an bestimmte Pfarrstellen gebunden. Ihr Anteil an der landeskirchlichen Pfarrbesoldung beträgt 2013 etwa 12%. Ein weiterer kleiner Teil der Staatsleistungen ist zweckgebunden für Verwaltungsaufgaben des Landeskirchenamtes.

Wir bekommen Staatsleistungen, leisten aber auch für den Staat: Ausgaben, die Staat und Gesellschaft zugute kommen, sind etwa Mittel für kirchliche Schulen, Kindergärten, Denkmalpflege, Seelsorge an Ausländern und Aussiedlern, Entwicklungsdienst, Straffälligenhilfe, Freiwilliges Soziales Jahr. Die landeskirchlichen Ausgaben für Leistungen an Staat und Gesellschaft sind mindestens doppelt so hoch wie die erhaltenen Staatsleistungen.

Richtig ist auch, dass die Kirchensteuern durch die Finanzämter eingezogen werden. Im Jahr zahlt die Landeskirche dafür eine Verwaltungspauschale von etwa 20 Mio. Euro. Ein eigenes kirchliches Einzugssystem wäre wesentlich teurer.

Im Haushaltsjahr 2013 gibt die Landeskirche von 100 Euro Kirchensteuer für Pfarrbesoldung 32 Euro, Zuweisung an Kirchengemeinden und Kirchenkreise 31 Euro, Diakonie einschl. Kindertagsstätten 6 Euro, Baupflege 6 Euro, Gesamtkirchliche Aufwendungen einschl. Mission, Kirchenmusik, Religionsunterricht, Evangelische Schulen und Bildung 13 Euro, zentrale Verwaltung 5 Euro und allgemeine Finanzwirtschaft einschließlich Versicherungen und IT 7 Euro aus.

Unsere Finanzen sind transparent. Das gilt auf allen Ebenen, ob in Kirchengemeinde, Kirchenkreis oder Landeskirche: Haushalte werden von Gremien aufgestellt, durch Gremien beschlossen und öffentlich vorgelegt. Schattenhaushalte sind bei uns nicht möglich.

Auf Ebene der Landeskirche hat die Landessynode die Hoheit über die landeskirchlichen Finanzen und beschließt den Haushalt. Im Kirchenkreis ist dafür der Kirchenkreistag, in der Gemeinde der Kirchenvorstand zuständig.

In Kirchengemeinden und Kirchenkreisen werden die Haushalte zur Einsicht ausgelegt. Abkündigungen im Gottesdienst weisen darauf hin. Für die Landeskirche sind die Zahlen im jährlich aktualisierten "Redaktionsservice" im Internet abrufbar: http://www.landeskirche-hannovers.de/evlka-de/presse-und-medien/pressemitteilungen oder gedruckt unter 0511/1241-752 (Evangelisches MedienServiceZentrum, Corinna Kuschel) zu bestellen.

Jahresabschlüsse von Kirchengemeinden und Kirchenkreisen werden vom landeskirchlichen Rechnungsprüfungsamt geprüft und sind wie die Haushalte öffentlich einsehbar. Die Landeskirche wird vom Oberrechnungsamt der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) überprüft.

Weitere Informationen zum Thema Kirche und Geld bietet die Seite der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) www.kirchenfinanzen.de